Weniger SPAM im Postfach gewünscht?

Es mag ein paar Leser dieser Zeilen geben, die nach subjektivem Empfingen etwas zu viel SPAM per eMail bekommen. Jean Pütz hat in der Hobbythek sicher schon mal Anti-SPAMht vorgestellt. Wer so wie ich diese Folge verpasst hat, der muss sich mit anderen Mitteln begnügen. Ein empfehlenswertes Mittel ist natürlich, einen Provider zu haben, der viel SPAM für einen filtert. Sehr zufrieden bin ich da mit meinem kleinen unabhängigen politischen Provider JPBerlin, dessen Betreiber selbst Fachbücher zur technischen Seite vom eMail-Transport geschrieben haben und regelmäßig Schulungen nicht nur zu eMail-Sicherheit durchführen.

Zusätzlich – und mit jedem bisherigen Mailprovider zu verwenden – bieten sich eMail-Adressen zum Wegwerfen an. Wie das funktioniert? Ganz einfach: Will man auf einer Webseite eine Mailadresse angeben, will aber nur für begrenzte Zeit Post von dem Anbieter bekommen oder fürchtet, dass das der Anbieter die Mailadresse weitergibt, dann gibt man nicht seine normale Adresse an, sondern stattdessen eine neue Wegwerfadresse. Ein Anbieter, der einen so vor SPAM schützt, ist Spamgourmet.

Konkret funktioniert das so, dass man sich einmal bei Spamgourmet anmeldet. Man kann dann Mailadressen im Format freiwaehlbar.Zahl.Benutzer-name@spamgourmet.com verwenden. Spamgourmet leitet nun die Mails, die auf dieser speziellen Mailadresse ankommen, an die eigene private Adresse weiter.

Zum Aufbau der Adresse: Der erste Teil vor dem ersten Punkt ist also frei wählbar, ich bevorzuge dort einen Bezug zum Anbieter, dem ich meine Mailadresse gebe. Damit lässt sich dann zuweilen auch der wundersame Weg von Mailadressen beobachten. Danach kommt eine Zahl zwischen 1 und 20. Die Zahl gibt an, wieviele Mails man unter der Mailadresse empfangen kann. Der Rest ist dann mit dem bei der Anmeldung bei Spamgourmet gewählten Benutzernamen und der Domain vorgegeben. Habe ich mich also als „hanswurst1984“ bei Spamgourmet angemeldet und möchte bei der Post einen Newsletter bestellen, bei dem ich auch sicher sein will, dass ich keine Mails mehr bekomme, wenn ich nicht mehr will, dann kann ich diese Adresse angeben: post.20.hanswurst1984@spamgourmet.com. Die Adresse muss nicht vorher speziell eingerichtet werden, sondern wird automatisch durch Verwendung aktiviert. Entsprechend der Zahl werden dann die Mails an die eigentliche Mailadresse weitergeleitet. Die in diesem Beispiel 21. Mail wird hingegen nicht mehr weitergeleitet, stattdessen werden die Bits und Bytes fachgerecht recycelt – und das eigene Postfach wird wieder von ein paar ungewünschten Mails verschont.

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