Archive for the ‘Allgemein’ Category

Beschwerdemanagement mal anders – Ökumenisches Gästehaus Leipzig

Es gibt unterschiedliche Methoden, auf Feedback oder Beschwerden zu reagieren. Gute Miene zum bösen Spiel ist allerdings offensichtlich nicht Sache des Ökumenischen Gästehauses in Leipzig.

Ob das Spiel wirklich böse war – ich würde sagen nein. Aber ich bin natürlich auch befangen, denn nach einem Aufenthalt im Gästehaus hatte ich dem Gästehaus einen Brief geschrieben, um ein Feedback zu geben. Die Antwort von Leiter Reinhart Mohrmann kam prompt:

„Da Sie bisher der einzige Gast unseres Hauses sind, der sich über das Restaurant »Apollon« beschwert hat, gibt es für uns keinen Anlaß, die gute Kooperation einzustellen. Es ist für Sie sicherlich gut zu wissen, dass wir die Zusammenarbeit nicht einstellen, damit Sie bei zukünftigen Besuchen in der Stadt Leipzig um unser Haus und das Restaurant einen großen Bogen schlagen können. Wir wollen Ihnen zukünftigen Ärger ersparen.“

Auch eine Möglichkeit, zu reagieren. Der Hintergrund meines Feedbacks war: Das Gästehaus hatte eine Kooperation mit einem größeren nahegelegenen griechischen Restaurant. In den Zimmern lag eine A4-Seite mit einer Auswahl von Gerichten, die zum Sonderpreis erhältlich waren. Als wir mit einer Gruppe ins Restaurant gegangen sind, hieß es auf einmal, dass wir eigentlich uns hätten anmelden sollen, um das Angebot wahrzunehmen. Ich hatte gegenüber dem Gästehaus angeregt, dass man doch auf der A4-Seite mit dem Angebot vermerkt, dass eine Anmeldung erforderlich/ratsam/erwünscht ist. Zudem war mir unangenehm aufgefallen, dass eine zeitnahe Umbestellung eines Gerichts im Restaurant abgelehnt wurde. Abgelehnt nicht etwa deswegen, weil die Küche schon in Gang gekommen ist, sondern weil es so beschwerlich sei, das Gericht in der Registrierkasse umzubuchen. Beides fand ich nicht so optimal und hatte das so dem Gästehaus mitgeteilt.

Mit etwas Abstand (das Ereignis liegt ziemlich genau fünf Jahre zurück) bin ich hingegen regelrecht froh, diese Antwort bekommen zu haben. Ein ausgeschmücktes „Es tut uns sehr leid“ mit anschließender Weiterleitung in den Papierkorb hätte mir (und jetzt hoffentlich auch Euch) lange nicht so viel Vergnügen bereitet, wie die Empfehlung mit dem großen Bogen.

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0180-Rufnummern – geteilte Kosten?!

Wer Geschwisterkind ist, wird sich vielleicht besonders gut erinnern, wie schwierig teilen doch manchmal ist. Es gibt den schönen Spruch: „Teilen wir brüderlich – oder doch lieber gerecht?“.

Mit dem Teilen tun sich die Hotlinebetreiber in Deutschland auch gerne mal etwas schwer. Rufnummern, die mit der Vorwahl 0180 beginnen, sind sogenannte „shared cost“ oder auch „Geteilte-Kosten“-Nummern. Auch die Bundesnetzagentur informiert über Sinn und Zweck dieser Nummern:

„Die Geteilten-Kosten-Dienste sind durch eine bundesweit einheitliche Dienstekennzahl (0180) festgelegt. Bei der Inanspruchnahme von den Geteilten-Kosten-Diensten wird das für die Verbindung zu entrichtende Entgelt grundsätzlich aufgeteilt vom Anrufenden und vom Nutzer der Nummer gezahlt. Vom Anrufenden darf kein Entgelt erhoben werden, das an den Nutzer der Nummer ausgezahlt wird.“ (Quelle: Bundesnetzagentur)

Guckt man sich aber an, was ein Anruf auf eine 01805-Nummer kostet, dann staunt man nicht schlecht: 14 Cent werden pro Minute aus dem Festnetz fällig (warum aus den Handynetzen mehr als die Addition aus Festnetztarif plus 14 Cent pro Minute fällig ist, wäre wohl einen eigenen Artikel wert). Ein Ferngespräch mit der Telekom kostet dagegen vom heimischen Analoganschluss im einfachsten Tarif (Callplus Standard) zur Hauptzeit 5,1 Cent. Nimmt man eine günstige Call-by-Call Vorwahl, so zahlt man weniger als einen Cent pro Minute. Da muss es sich wohl um eine recht „brüderliche“ Aufteilung der Kosten zwischen Anrufer und Angerufenem handeln. Zudem haben viele mittlerweile eine Flatrate oder Freiminuten ins Festnetz. Beides gilt natürlich nicht für 0180-Rufnummern, diese müssen auch dann voll bezahlt werden.
Es kommt aber natürlich noch besser: Viele Anbieter von diesen 0180-Rufnummern zahlen dem Angerufenen einen sogenannten Werbekostenzuschuss aus. Bei einer schnellen Suche im Netz finden sich zu Haus anbieter, die bis zu 3 Cent pro Minute bei 0180-5 Verbindungen auszahlen. Als Gegenleistung muss der Hotlinebetreiber in der Nähe der Rufnummer den Namen des Telefondienstleisters nennen. Der Dienstleister wird also beworben und zahlt aufgrund dieser Tatsache einen Werbekostenzuschuss aus. Damit, dass die Gebühren für den Anrufer viel höher als ein normales Festnetzgespräch sind und der Angerufene gerne einen Teil davon abbekommen will, hat das natürlich gar nichts zu tun.

Immerhin hat die Bundestnetzagentur mittlerweile erkannt, dass mit den Auszahlungen Mißbrauch betrieben wird und hat angekündigt, sich dem Sachverhalt anzunehmen (siehe z.B. dieser Artikel aus dem heise-Newsticker).

Bis dahin gibt es immerhin für viele Fälle eine Alternative: über www.0180.info ist ein Verzeichnis mit Ersatzrufnummern erreichbar. Per Suche nach einer 0180-Rufnummer oder einem Firmennamen gibt es für sehr viele Unternehmen eine alternative Festnetzrufnummer, die dann zum Normaltarif erreichbar ist.

Nachtrag:

Da mir gerade eine Tarifbroschüre der Telekom von Januar 1996 in die Hände gefallen ist, zitiere ich gerne mal die damaligen Preise des damals teuersten Vormittagstarifs (in Euro umgerechnet):

Ortsgespräch: 4,09 Cent pro Minute im 90/90 Takt
Ferngespräch: 32,01 Cent p.M. im 11,5/11,5 Takt
01805-Gespräch: 24,54 Cent p.M. im 15/15 Takt

Tagsüber konnte man damals also tatsächlich bei Ferngesprächen von shared-cost reden, allerdings schon ab dem Freizeittarif ab 18 Uhr kostete die Gesprächsminute (Ferngespräch) 18,41 Cent im 20/20 Takt und war somit auch damals schon billiger als das 01805-Gespräch.

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Mathematik für Anfänger

Zuweilen gibt es ja ganz nette Angebote, wenn man Freundschaftswerbeaktionen für Mobilfunk, Banken oder was auch immer in Anspruch nimmt. Manchmal lohnt es sich jedoch, sich an den Mathematik-Unterricht der Klasse 4 zu erinnern. Dort lernt man nämlich, im Zahlenraum bis 10.000 zu rechnen. Das kann man dann bei o2 anwenden:

Für die Werbung eines Neukunden kann man nämlich zwischen 7000 Bonuspunkten für die o2 Bonuswelt oder einem Gesprächsguthaben von 50 Euro wählen.

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Soweit, so gut. Doch wenn man einen schnellen Blick darauf wirft, was man mit seinen 7000 Bonuspunkten so anstellen kann, dann kann man schon mit der Stirn runzeln: Die Punke kann man nämlich in ganze 70 Euro Gesprächsguthaben eintauschen.

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Ob nun die 50 Euro Guthaben als Angebot für Drittklässler gedacht sind, ob o2 mit so hohen Zahlen nicht so gut rechnen kann oder ob sie annehmen, dass den Kunden das schon nicht auffällt, bleibt erst einmal offen…

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Hallo Welt!

Willkommen bei meinem Bemerkungen. Das Konzept, einfach abzuwarten bis die alten Webseiten als Retrodesign gefeiert werden, ist bisher nicht aufgegangen. Deswegen habe ich mich entschlossen, stattdessen hier in loser Folge Bemerkungen zu veröffentlichen.

Ich bin gespannt, wie es mir und wie es Euch mit diesem Blog geht. Wer mag sich als erster auf meine Seiten verirren? Jemand per Suchmaschine eigentlich auf den alten Seiten landen wollte? Oder sollte es Gelegenheitsbesucher geben (auf einer Webseite, wo die letzten größeren Änderungen wohl fünf Jahre zurück liegen)?

Los geht es eigentlich viel mehr mit einem Hinweis als mit einer Bemerkung. Ein Hinweis nämlich auch ein MP3 mit der Bubble Bobble Musik. Das ganze jedoch eingespielt unter der Leitung von Tim Winsky vom Orchester der Hampshire Regional High School. Wer sich also als alter Bubble Bobble-Fan hier einfindet und diesen Mitschnitt noch nicht kennt, für den ist das sicher ein Hörgenuss.

Hier kommt der Link (4,4 MB):
http://tatsusoft.diregames.net:8081/Bandle%20Bobble-%20Live!.mp3

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